Dienstag, 8. Februar 2011

ti-solèy-team wirbt für lampe

Hallo, Ihr Lieben,

Hubert hat tatsächlich auch nach seinem gestrigen Reisetag noch einen Bericht geschickt. Demnach ist er mit André, Laumenaire, Guivens, Laveus und Tina nach Petit Goâve gefahren. Wie das so in Haiti ist, hatten sie natürlich auf der 60 Kilometer langen Strecke eine Autopanne und mussten die Wagen wechseln, aber es war immerhin nur eine…

Die Gruppe besuchte zwei Projekte von Hilfsorganisationen, wo in der näheren Umgebung des Epizentrums Holzhaussiedlungen gebaut werden. Im ersten Projekt ging es dabei wohl eher um die Kontakte, da in der Siedlung in Petit Goâve die Stromversorgung der Häuser und Hütten wohl relativ zuverlässig zu sein scheint. Die neuen Unterkünfte werden daher gleich mit Stromanschluss versehen. Aber die Verantwortlichen waren dennoch an den Lampen interessiert, kannten sie eigentlich auch schon, aber wollten einige Exemplare, um sie für einzelne nötige Spezialeinsätze zu gebrauchen. Vom Verkaufsstandpunkt her betrachtet habe das Treffen niemanden so richtig euphorisch gemacht, bedauerte Hubert. Aber man habe ihnen den Tipp gegeben, Schulen in ländlichen Gebieten mit den Lampen auszustatten, so dass die Kinder zu Hause, wo es keinen Stromanschluss gibt, dafür werben.

Beim Mittagessen an einem kleinen Straßenimbiss stellten die StudentInnen den Kontakt zu einem anderen Gast her, der die Lampen toll fand und selbst irgendwie mit einer Hilfsorganisation verbunden war. Er beraumte gleich noch ein Treffen mit seinem Finanzchef an, um Preise auszuhandeln. Es sollte auf dem Rückweg der Gruppe nach Port-au-Prince eingebaut werden. Zuvor aber sollte der noch anberaumte Termin mit der zweiten interessierten NGO stattfinden. Der Chef dieser Organisation zeigte sich vom ti-solèy-System sehr angetan. Er erwägt, auf den Häusern seiner Siedlung solare Stromversorgungen zu installieren. Auch die Lampe selbst und das dazugehörige Geschäftsmodell fanden seine Begeisterung. Allerdings hatte dieser Bauleiter keine Entscheidungsbefugnis, um gleich einen Zuschlag abzugeben. Aber er versprach, sich innerhalb seiner Organisation für die Anschaffung einzusetzen und grundsätzlich für ti soléy sowie das mittelfristig geplante Evoltic-Umweltunternehmen zu werben.

Der Rückweg nach Port-au-Prince sei dann sicher verlaufen, obwohl es in der ganzen Stadt von Gerüchten über eine mögliche Rückkehr von Ex-Präsident Jean-Bertrand Aristide gebe und zu Protesten mit brennenden Barrikaden komme. Huberts Fazit zu diesem Tag: Die Gruppe habe einen guten ersten Zugang zum NGO-Markt erhalten, und er sei froh darüber, dass er die Termine mit dem harten Kern der ti-solèy-InteressentInnen gemeinsam wahrgenommen habe. Es sei erfolgreich gewesen, die praktische Arbeit des Bewerbens anzugehen. Zugleich habe es immens Spaß gemacht.

Liebe Grüße,
heike fritz

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen